Falscher Planet Syndrom

von Dinah KC Murray BA MA PhD

aus dem Englischen von Rainer Döhle

Dies ist eine Geschichte über autistische Kreativität, Mut und Einfallsreichtum. Aus der Erörterung ergeben sich einige Diagnosekriterien für Neurotypik.

Text im Bild: jypsy ist autistisch, hat zwei autistische Kinder, kämpft gegen Multiple Sklerosis, .. ihre phenomenale Webseite

Die angesprochene phänomenale Webseite, die vermutlich jeder, der diese Zeilen liest, kennt, ist ein Thema, das sich im Laufe dieser Erörterung wiederholt, zum Teil als ein erstaunliches Beispiel für autistische Kreativität [diese Grafik ist von Ralph Smith, von ihm unten mehr].

Ups... Falscher-Planet!-Syndrom

Aus “dem autistischen Untergrund”

Wir sind okay. Aber die Welt...!?”

Die Autorin dieser Seite, Janet Norman-Bain, die weltweit als jypsy bekannt ist, hat entdeckt, dass der Begriff “Falscher-Planet-Syndrom” (“Wrong Planet Syndrome”) im, wie sie es nennt, “autistischen Untergrund” gebräuchlich ist. Das heißt, er wurde von Leuten auf dem autistischen Spektrum verwendet, die miteinander über das Internet kommunizierten. Der Begriff impliziert natürlich, dass ihr Problem eher in der Welt liegt als in ihnen selbst, eine Sichtweise, wie sie kürzlich prägnant in einem Brief an die Zeitschrift “The Observer” zum Ausdruck kam:

Menschen mit einer Störung auf dem autistischen Spektrum sind nicht Opfer des Autismus (News, letzte Woche), sie sind vielmehr Opfer der Gesellschaft. Sie leiden nicht an Unterschieden in der Entwicklung, sondern an Vorurteilen, Unwissenheit, fehlendem Verständnis, Ausbeutung, Beschimpfungen – an diesem allem und an noch mehr, was aus dem Teil der Gesellschaft kommt, der sich selbst als sozial befähigt ansieht. Grace Hewson, Clevedon, Somerset, Großbritannien, 20. Mai 2001.

Man beachte einige der Zitate auf der Ups-Homepage. Das eine ist von Thoreau [1817-1862]: “Wenn ein Mensch nicht mit seinen Begleitern Schritt hält, dann vielleicht, weil er einem anderen Rhythmus folgt. Lasst ihm der Musik folgen, die er hört, egal, in welchem Taktmaß oder egal wie weit entfernt sie ist.”

Das andere ist von Einstein [1879-1955] – von dem viele Leute annehmen, dass er, wenn er heute aufwachsen würde, eine Diagnose auf dem autistischen Spektrum bekommen würde - : “Wichtig ist, dass wir niemals aufhören, Fragen zu stellen. Neugier existiert aus ureigensten Gründen. Man kann nicht anders als zu staunen, wenn man die Geheimnisse der Ewigkeit des Lebens, der grandiosen Struktur der Realität ansieht.”

Man beachte auch, dass jypsy auf ihrer wunderbar hilfreichen Seite sagt, dass es “meine eigenen obesessiven Interessen beim Sammeln von Informationen über Autismus und den tiefen Wunsch, das, was ich weiß, mit anderen zu teilen, illustriert.” Damit ist es eine Illustration der monotropischen Kreativität, siehe unten. Wir glauben, dass Monotropismus entscheidend für die autistische Störung ist.

Jedes dieser Zitate illustriert ein, unausgesprochenes oder explizites, Thema dieses Stücks.

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Monotropismus = Jeweils ein Interesse ist aktiv

Polytropismus = Viele Interessen sind gleichzeitig aktiv

Wenn bei jemandem nicht sehr viele Interessen co-aktiv und damit als Information zugänglich sind, d.h. wenn man monotropisch ist, dann bedeutet das, dass man mit Kontext, Maßstab und Intentionen in einem veränderlichen und vielfältigen Universum Probleme hat (vgl. Lawson 2001). Das kann den Prozess, herauszufinden, was um einen los ist, wirklich zu einer harten Arbeit machen. Das wiederum bedeutet, dass die vorherrschenden Emotionen bei monotropischen Menschen meistens vor allem Interesse, Angst oder eine undefinierte Dysphorie (also ein Unglücks-Gefühl) sind. Auch Ecstasy und Ehrfurcht gehören offenbar zu den emotionalen Grundstimmungen, die mit Monotropismus verbunden sind. Jede dieser Grundstimmungen kann auch bei polytropischen Menschen auftreten.

“Creativity and Imagination in Autism & Asperger Syndrome”, also “Kreativität und Vorstellungskraft bei Autismus & Asperger-Syndrom”, ist der Titel einer Arbeit von Jaime Craig und Simon Baron-Cohen. Oben sieht man Formen aus Schaumgummi, die den von ihnen untersuchten Kindern dazu dienten, eigene Ideen zu entwickeln.

Hier die Zusammenfassung der Ergebnisse dieses so genannten Torrance-Tests von Craig und Baron-Cohen – einem bekannten Testinstrument, das von Psychologen genutzt wird, um Kreativität zu bewerten.

“3 Dimensionen der Kreativität...

- Anzahl der Antworten, abzüglich Wiederholungen

- Anzahl verschiedener Kategorien

- Anzahl an (neuartigen) Antworten...” S. 321.

Hier eine Zusammenfassung der Schlussfolgerungen von Craig und Baron-Cohen: “Kinder mit Autismus und AS bildeten, im Vergleich zu Kontrollgruppen, weniger Vorschläge, die die Schaumstoffformen mit Bewegung assoziieren, dafür mehr, die sie mit realitätsbezogenen Vorschlägen der Art, was diese Formen sein könnten, verbinden.” (Aus der Arbeit, op. cit.)

Auf der Grundlage dieser Ergebnisse kommen sie zu dem Schluss, dass Kinder mit einer Störung auf dem autistischen Spektrum “in Bezug auf Kreativität und Vorstellungskraft beeinträchtigt” sind.

Allerdings ist es ein schon lange bekanntes Verhaltensmuster bei Kindern auf dem autistischen Spektrum, dass sie weniger Antworten liefern, vgl. z.B. Hutt, Hutt, Lee & Ounsted, 1965, Journal of Psychiatric Research ...

Der Torrance-Test ist nicht besonders geeignet, um monotropische Kreativität zu entdecken. Hier noch einige Beispiele dafür.

Dieses und die nächsten drei Bilder sind einer Reihe von Bildern von Peter Myers entnommen, die als Postkartenmotive zur Unterstützung von “Asperger United” verkauft wurden, einer Zeitschrift von und für Menschen mit Asperger-Syndrom, die über die National Autistic Society in the UK Großbritanniens erhältlich ist.

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Mehr monotropische Kunst von Peter Myers

 

. http://www.sentex.net/~nexus23/myers04-600x.jpg

Klicken Sie hier, um eine kleine Animation von Ferenc Virag abzuspielen, einem Künstler, der eine Diagnose hat, die eher auf Kanner-Autismus als auf Asperger-Syndrom lautet.

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Mehr monotropische Kunst von Andy Warhol

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© Andy Warhol

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Misst der Torrance-Test Kreativität? Tatsächlich ist es die quantitative Differenz, die gemessen wird. Bei polytropischen Menschen werden oft vielfältige Interessen zur selben Zeit angeregt und zugänglich gemacht. Wenn in der Untersuchung also der Torrance-Test angewandt wird, dann misst er Polytropismus, nicht Kreativität ... Autistische Kreativität wird eher monotropisch sein, sodass sie mit diesen Mitteln nicht erkannt werden wird.

Der gefundene Gegensatz ist also:

polytropisch – nicht polytropisch

NICHT

kreativ – nicht kreativ.

Auch der andere Gegensatz, der gefunden wurde, ist nicht gut beschrieben: Sie klassifizieren es als einen Unterschied zwischen imaginativ und nicht-imaginativ. Mein Vorschlag einer hilfreicheren Beschreibung wäre:

phantasiebezogene Vorstellung – realitätsbezogene Vorstellung

NICHT

imaginativ – nicht-imaginativ

Es ist eine Frage der Art der Nutzung der Vorstellungskraft, die dem betreffenden Menschen möglich ist; es ist keine Frage der normalen Vorstellungskraft bestimmter Menschen, die andere, eingeschränkte oder behinderte, Menschen etwa nicht hätten. Schauen Sie sich auch einmal die Arbeit von Temple Grandin über die humane Behandlung von Vieh auf http://www.grandin.com an, was die Frage professioneller, auf Fachwissen beruhender, autistischer, realitätsbezogener Vorstellungskraft angeht. Vergleiche auch die Erörterung der Vorstellungskraft in ihrem Buch “Thinking in Pictures” (deutsch: “Ich bin die Anthropologin auf dem Mars”), dessen erstes Kapitel (in englisch) auf http://www.grandin.com/inc/visual.thinking.html zu lesen ist.

Craig und Baron-Cohen werfen Vorstellungskraft und freie Phantasie in einen Topf, was in meinen Augen ein Fehler ist.

Erinnern Sie sich daran, dass wie bei monotropischen Kindern mit Menschen zu tun haben, die ständig und hart daran arbeiten, ein grundlegendes Verständnis ihrer Umwelt zu erlangen. Sie sind die meiste Zeit ratlos und verängstigt.

Phantasie-bezogene Vorstellungskraft

  • wird durch Freizeit ermöglicht
  • wird durch überschüssige Ressourcen ermöglicht
  • kostet Zeit

Das Spielen entsteht aus einem Gefühl der Sicherheit heraus. Selbst das spielfreudigste Tier wird nicht zum Spielen kommen, wenn es angsterfüllt oder wütend ist.

Außerdem hat das Spielen oft etwas “Theatralisches” (auf das Theater Bezogenes) an sich, das von Schritten in Richtung auf ein bestimmtes Erkennen abhängt, das für monotropische Kinder naturgemäß länger dauert. Ich vertrete die Ansicht, dass dieses Theatralische das unterscheidende Merkmal ist, das den Äußerungen von Kindern auf dem autistischen Spektrum fehlt, die von Craig und Baron-Cohen untersucht worden sind.

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Theatralische Vorstellungskraft ist

  • auf freier Phantasie beruhend
  • sich des Publikums bewusst
  • durch Aufführungen motiviert

Ich vertrete die Ansicht, das sich Neurotypik durch das frühe Auftreten theatralischer Vorstellungskraft erkennen lässt und zwar normalerweise vor einem Alter von etwa vier Jahren, wenn es sich als primärer Modus durchgesetzt hat. Zum Beispiel [in Hutt et al, op. cit.]:

Unter den vier verschiedenen Situationen war der größte Zuwachs an beobachteten Aktionen bei nicht-autistischen Kindern zwischen Situation B, Blocks als Spielzeug, und Situationt C, Blocks plus passiver Zuschauer zu verzeichnen. Bei Kindern auf dem autistischen Spektrum dagegen war ein besonders auffallender Zuwachs an Spielaktivität zwischen Situation C mit einem passiven Erwachsenen und Situation D mit einem aktiv eingreifenden Erwachsenen zu beobachten.

Was ich hier theatralische Vorstellungskraft nenne, ist, wie ich glaube, identisch mit dem, was bei Lorna Wings ursprünglischen Diagnosekriterien für Autismus als “soziale Vorstellungskraft” bezeichnet wird.

Interessen, die bei theatralischer Vorstellungskraft aktiv sind:

Aufführungensbereitschaft

Erwünschtheit von Aufführungen

Applaus

[Selbst-] Achtung

Spaß/Unterhaltung

Auf die eine oder andere Weise sind diese Interessen funktional: Neurotypische Kinder sind in der Regel in der Lage, alle diese Interessen auszubilden, lange bevor sie das Alter von vier Jahren erreichen [vgl. z.B. Peter 2000 und Newson 1984]. Monotropische Kinder dagegen werden ursprünglich keine solchen Interessen besitzen, obwohl ein entsprechndes volles Bewusstsein diesbezüglich sich später im Leben Schritt für Schritt entwickeln kann: Wieviel später, das wird je nach Umständen sehr verschieden sein.

Bevor Interessen wie diese mit ins Spiel kommen, muss zunächst einiges an Fortschritten im Bereich realitätsbezogener Vorstellungskraft stattfinden.

Interessen, die bei realitätsbezogener Vorstellungskraft aktiv sind:

genaue Erinnerung

innere Schlüssigkeit im Verlauf der Zeit

nachvollziehbarer methodischer Aufbau

nachvollziehbarer Modellaufbau

verlässliches Glaubens-System

Wahrheit

Monotropismus führt dazu, dass Interessen dieser Art hoch-motivierend wirken, aber zugleich auch hoch-anstrengend sind. Das alles so zusammenzuführen, dass der Betroffene sich nicht ständig im emotionalen Ausnahmezustand befindet, kann für einen monotropischen Menschen Jahrzehnte länger dauern als für einen neurotypischen.

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Die theatralische Vorstellungskraft hat zu tun mit:

  • der Ablieferung einer guten “Show”
  • der Selbstdarstellung--}
  • einem Konzept über das Ich der Anderen --}
  • der “Theory of Mind”

Wenn das vorgestellte Publikum dem “generalisierten Anderen” entspricht, wie Georg Mead es formuliert, dann gibt es wahrscheinlich keinen Gegensatz zwischen theatralischer Vorstellungskraft und den Zielen realitätsbezogener Vorstellungskraft. Im Gegenteil, diese theatralisch-imaginativen Ressourcen können verwendet werden, um die Überlegung, die Bewertung und die “exekutive Funktion” zu unterstützen. Und sie können dabei helfen, emotionale Zustände zu modulieren.

Wenn die theatralische Vorstellungskraft der primäre Modus ist, gehören zu den wichtigsten Überlegungen:

  • das Auftreten
  • die Darstellung
  • der Applaus

Obwohl die theatralische Vorstellungskraft, so, wie eben beschrieben, nützlich sein kann, wenn diese Überlegungen im Vordergrund stehen, kann es sein, dass die Wahrheit nocht länger Gegenstand des Interesses ist.

Entwicklungsschritte können jederzeit geschehen

  • Verständnis --} Angstfreiheit --} Spielfreude
  • sich des anderen bewusst sein
  • das Bedürfnis, anderen eine Freude zu machen

Wenn alle diese Schritte in den ersten zwei Jahren des Lebens unternommen werden, dann wird der jeweilige Betroffene sich schließlich am neurotypischen Ende des Spektrums befinden. Bei solchen Menschen kann die theatralische Vorstellungskraft vor dem vierten Lebensjahr zum dominierenden Modus werden.

Damit kann dann ihr Engagement für die gewissenhafte Erfüllung gestellter Aufgaben und ihre Wahrheitsliebe von theatralischen Überlegungen überwogen werden. Wenn aber erst einmal diese Entwicklungsschritte bewältigt sind, dann ist der Betroffene auch in der Lage, eine Wahl zwischen (sich potenziell überschneidenden) imaginativen Modi zu treffen:

- realitätsbezogen

- phantasiebezogen

- theatralisch

Triade neurotypischer Beeinträchtigungen
  • Beeinträchtigung der Vertrauenswürdigkeit
  • Beinträchtigung der Wahrheitsliebe
  • theatralische Vorstellungskraft als primärer Modus
    -- tritt normalerweis vor dem vierten Lebensjahr auf
Ich vertrete die Auffassung, dass die theatralische Vorstellungskraft eng mit den beiden anderen Aspekten der Triade neurotypischer Beeinträchtigungen verbunden ist, ungeachtet der Frage, wie vorteilhaft sie ist, wenn man sie gewissenhaft einsetzt. Eine Person, die einem erzählt, dass es sich bei einer Schaumstoffform um ein belebtes Wesen handelt, ist jedenfalls weder wahrheitsliebend noch vertrauenswürdig.

Ich biete nun noch eine kurze Fallstudie, um die These zu unterstützen, dass die ersten beiden Beeinträchtigungen untrennbar mit der dritten verknüpft sind. Es geht um einen Fall von Internet-Plagiat, dessen kurze Geschichte sich auf der Shame Page [ http://www.sentex.net/~nexus23/shame_2304.html ] nachlesen lässt.

Während jypsy ihre Webseite über die Jahre aufgebaut hat, hat sie hunderten von Menschen und Organisationen die Erlaubnis gegeben, ihre Seite bei sich zu verlinken. Jypsy hat diese großzügige Erlaubnis auch dem Verein erteilt, der auf der Shame Page genannt ist, wie sie dies auch allen anderen gegenüber getan hat. Natürlich hat sie NICHT gesagt, dass sie ihre Links-Seite benutzen dürften – das taten sie aber; sie haben das Ganze gestohlen und es kopiert, mit fehlerhaften internen Links, mit einer selbstgefälligen Einführung, in der es heißt, man “biete Ihnen als praktische Hilfe diese Links ...”, ohne mit einem Wort OWPS zu erwähnen. Zum Beweis schauen Sie sich die erwähnte Shame Page an, die einer der OWPS-Unterstützer gestaltet hat.

Diese Seite trug, und trägt noch, die Auszeichnung “Als Ehrung für jene, die Zeit und Energie investiert haben, damit die unten stehenden Webseiten-Links ÜBERRAGEND sind.” (Man vergleiche das übrigens mit den achtzehn vergleichbaren Auszeichnungen, die OWPS erhalten hat ...)

Wessen Zeit und Energie?

Wer bekam die Anerkennung?

Jypsy, ich und Ralph Smith, der autistische Künstler, Aktivist und Mitorganisator dieses Symposiums, sind an NYFAC herangetreten. Die Antwort von deren Sprecher war, dass Jypsy ihm die Erlaubnis gegeben hätte. Das hat er sogar Jypsy selbst gegenüber behauptet, womit er erklärt, dass es ein Fehler gewesen sei, die Autorschaft wegzulassen. Jeder, der glaubt, dass das eine ausreichende Darstellung der Ereignisse sei, möge sich die Shame Page anschauen.

Dem folgte, was wohl als Richtigstellung der Angelegenheit gedacht war. Die Links, die bis dahin nicht einmal jypsy oder ihre Seite erwähnt hatten, wurden ergänzt. Und es wurde ein Dank ausgesprochen “für ihre Erlaubnis ...”, die, natürlich, nie erteilt worden ist.

Warum fehlte es diesem Zeitgenossen in dieser Frage so sehr an Vertrauenswürdigkeit und Wahrheitsliebe? Ich nehme an, dass es eine Folge seiner Priorität für theatralische Vorstellungskraft war. Der Beweis hierfür ist der schließliche Sieg jypsys und dessen zeitlicher Ablauf.

Die ursprüngliche Haltung des Sprechers war, wie ich es beschrieben habe. Jypy ließ ihn wissen, dass sie drauf und dran sei, die gesamten e-Mail-Listen etc. über das Plagiat zu veröffentlichen und dass sie der Organisation, die die Auszeichnung vergeben hatte, Bescheid gesagt hatte. Daraufhin hatte er mit dieser unehrlichen Veränderung reagiert. Als nächstes wurden dann tatsächlich die Listen veröffentlicht – woraufhin dieser klassische Fall von einem neurotypischen Menschen allmählich mitbekam, dass das Publikum, von dem er sonst immer gelobt wurde, nun in den Genuss der Information über seinen so genannten Irrtum kam. Er bekam nun wütende e-Mails aus der ganzen Welt und wurde mit ein paar unangenehmen Fragen der Leute konfrontiert, die die Medaille vergeben hatten.

Am Ende hat er dann kapituliert...


Text im Bild: Neurotypische Schwäche - Autistische Stärke

Dies ist eine Geschichte über Stärke und Schwäche

Autistisches Potential:

für sich einstehen

Gemeinschaftsdenken

Einfallsreichtum

Mut haben gegen alle Widerstände

Kreativität und Vorstellungskraft

die Fähigkeit haben, stark aufzutreten

Hier folgen noch ein paar Grafiken von Ralph Smith, die in ihrer jeweils eigenen Art die Themen dieser Arbeit weiterführen. Wer weitere Beweise für autistische Kreativität sucht, der besuche http://www.sentex.net/~nexus23/art.html

Border of Lorien (Grenze von Lorien)

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Text im Bild: Heilung ist ein Akt des Hasses. Wir sind erwachsene Autisten. Wir können Nein sagen Heilung ist nicht natürlich. Sie entsteht durch Angst. Wir sind erwachsene Autisten. Wir können Nein sagen Ein Neuer. Wir sind erwachsene Autisten. Wir können Nein sagen Martin hat sich selbst geheilt. Wir vermissen ihn. Wir sind erwachsene Autisten. Wir können Nein sagen.

Falscher-Planet-Syndrom ...

 

Craig Jaime and Baron-Cohen Simon (1999) Creativity and Imagination in Autism & Asperger Syndrome” 1999 Journal of Autism and Developmental Disorders 29,4; pp319-326.

Goffman, Erving (1959) The Presentation of Self in Everyday Life, Penguin Books.

Hutt, S.J., Hutt, C., Lee, D., & Ounsted, C. (1965). A behavioral and electroencephalographic study of autistic children. Journal of Psychiatric Research, 3, 181-197.

Lawson Wendy (2001) Understanding and Working with the Spectrum of Autism, an insider’s view. Jessica Kingsley; London and Philadelphia.

Lesser Mike and Murray Dinah (1999) Mind as a Dynamical System: Implications for Autism

Mead, George H. (1934/1968) Mind, Self and Society, Chicago, University of Chicago Press.

 

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