KONZENTRATION

Durch all diese Leistungen zeigte sich eine Fähigkeit zur totalen Konzentration - ganz im Gegensatz zu Ferencs sonstigem Verhalten in der Klasse oder wenn seine persönlichen Interessen nicht zum Zuge kommen. Bei dem Film mit den tausend Einstellungen hat er zwischendurch eine kurze Pause gemacht, ansonsten aber alle Animationen jeweils in einem Zug erstellt. Sein dritter, sehr kurzer, Film (wieder ein paar Wochen später) demonstriert, wie sehr er sich konzentrieren kann. Er fing mit einer kurzen Schleife an und hat dann immer weiter Formen der verschiedensten Art hinzugefügt. Zum Beispiel eine gebogene, kammartige Form links unten, die sich vom Betrachter weg und wieder auf ihn zu bewegt. Schließlich hat er zwei große, pulsierende Formen geschaffen, hinter denen sich alle anderen Formen geheimnisvoll verbergen. Daran hat er eine Stunde mit ununterbrochener Aufmerksamkeit gearbeitet. 

In der richtigen Umgebung, mit begrenzten Reizen, haben Menschen auf dem autistischen Spektrum nur damit Probleme, sich auf die Interessen anderer Leute zu konzentrieren, nicht aber mit der Konzentration an sich. Professionelle Animatoren benutzenm Storyboards, sodass sie die Entwürfe der Sequenzen vor sich sehen können. Einen kohärenten Film mit einer Länge von 144 Einstellungen zu machen, jeweils eine Einstellung ohne dabei Zugang zu anderen Einstellungen zu haben, ist nicht normal!